Unser Schutzpatron der Schützenbruderschaft St. Sebastian 

Gedenktag katholisch: 20. Januar 
Gedenktag evangelisch: 20. Januar 

Name bedeutet: der Verehrung Würdige (griech./latein.)  Märtyrer * in Mailand (oder Narbonne ?)  + 288 (?) in Rom 

 
Sebastian war nach dem Zeugnis des Ambrosius Mailänder, möglicherweise aber auch in Narbonne geboren, so eine Legende im Umfeld eines Sebastiangrabes in Rom. Danach war er Hauptmann der Prätorianergarde am kaiserlichen Hof Diokletians, der dort aber ungeachtet des Verbotes seinen christlichen Glauben weiter bekannte und viele zum Christentum bekehrte. Seine Stellung erlaubte ihm, seinen christlichen Glaubensgenossen in den Gefängnissen Roms beizustehen, ihnen Mut zuzusprechen und immer weitere Römer zu bekehren.      Pietro Perugino: Heiliger Sebastian, 1495, Hermitage in St. Petersburg
    Bild 1: Pietro Perugino: Heiliger Sebastian, 1495, Hermitage in St. Petersburg 
     
Lorenzo Costa: (1460 - 1535)Heiliger Sebastian, 1490 - 91, Galleria degli Uffizi in Florenz   Der Legende nach ließ der römische Kaiser Diokletian, als er von Sebastians Glauben erfuhr, ihn an einen Baum binden und von numidischen Bogenschützen erschießen. Er wurde jedoch von den Pfeilen nicht getötet. Die Witwe des Märtyrers Kastulus namens Irene nahm sich seiner an und pflegte seine Wunden. Als er sich wieder erholt hatte, trat er dem erstaunten Kaiser öffentlich entgegen, um ihm die grausame Sinnlosigkeit seiner Verfolgungen vorzuhalten. Diokletian ließ ihn daraufhin im Circus von Rom zu Tode peitschen und die Leiche in die "cloaca maxima", die große Kloake, werfen. Sebastian erschien dann der Christin Lucina im Traum und wies ihr den Ort; sie holte den Leichnam heraus und bestattete ihn an der Apostelkirche an der Via Appia, unter der heutigen Kirche San Sebastiano ad Catacumbas. 
Bild 2: Lorenzo Costa: (1460 - 1535)Heiliger Sebastian, 1490 - 91, Galleria degli Uffizi in Florenz     
     
Diese gehörte zu den sieben frühchristlichen Pilgerkirchen Roms. Sebastians Verehrung in Rom ist schon im 4. Jahrhundert nachgewiesen. Eine Pestepidemie in Rom im Jahr 680 sei erloschen, nachdem man seine Reliquien durch die Straßen trug; "Sebastinanspfeile" trug man früher als Schutz gegen die Pest. Das erste Martyrium des heiligen Sebastian wurde zum beliebten Thema in der Kunst der Renaissance, der unbekleidet am Baum stehende Märtyrer beliebtes Thema der Aktmalerei. Seine Reliquien sollen in Hagenau im Elsaß sein.  
 
Attribute: Pfeil, der seine Brust durchbohrt 
 
Patron der Brunnen; der Sterbenden, Schützengilden, Soldaten, Kriegsinvaliden, Büchsenmacher, Eisengießer, Zinngießer, Steinmetze, Gärtner, Gerber, Töpfer, Bürstenbunder und Leichenträger; gegen Pest und Seuchen 
 
Giorgetti: Statue am Grab in der Kirche S. Sebastiano in Rom.
Bild 3: Giorgetti: Statue am Grab in der Kirche S. Sebastiano in Rom.